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So wählen Sie das richtige Relais aus: Stromstärke, Spannung und Kontaktbelastbarkeit
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So wählen Sie das richtige Relais aus: Stromstärke, Spannung und Kontaktbelastbarkeit

09.06.2026

Relais sind unverzichtbare elektrische und elektronische Bauteile für viele Systeme. Sie fungieren als Schaltelemente, die es ermöglichen, mit schwachen Signalen starke Stromkreise zu steuern. Dadurch sind sie sowohl für die Automatisierung als auch für das Energiemanagement äußerst nützlich. Aufgrund der Vielzahl an verfügbaren Typen, Nennwerten und Konfigurationen kann es jedoch recht schwierig sein, das passende Relais für die jeweilige Anwendung zu finden.

Dieser umfassende Leitfaden hilft Ihnen, die wichtigsten Aspekte zu verstehen, die bei der Auswahl eines Relais zu berücksichtigen sind, wobei der Schwerpunkt auf Stromstärke, Spannung und Kontaktbelastbarkeit sowie anderen Überlegungen liegt, die dazu beitragen, dass das von Ihnen gewählte Relais optimal und zuverlässig funktioniert.

Grundlagen eines Staffellaufs

Ein Relais ist ein elektromechanisches Bauteil, das zur Steuerung eines Stromkreises dient. Die Komponenten eines Relais sind:

· Die elektromagnetische Spule erzeugt ein Magnetfeld, wenn Strom durch sie fließt.
· Der Anker ist der bewegliche Teil, der den Stromkreis schließt oder unterbricht und dadurch den Stromkreis ein- oder ausschaltet, um den vom Relais gesteuerten Stromkreis mit Energie zu versorgen oder zu schalten.
· Die Relaiskontakte sind die Anschlusspunkte, die den Stromfluss ermöglichen, wenn das Relais erregt wird.

Wird an die Spule eines Relais eine positive Spannung angelegt, bewegt die elektromagnetische Spule den Anker, wodurch die Relaiskontakte entweder geöffnet oder geschlossen werden. Auf diese Weise kann ein leistungsschwächerer Steuerkreis einen separaten, leistungsstärkeren Stromkreis steuern, während in zahlreichen Anwendungen derselbe Stromkreis elektrisch isoliert und gesteuert wird.

Kriterien für die Auswahl der Rechtsrelais

Ihre konkrete Anwendung bestimmt, welches Relais geeignet ist. Hier sind die drei wichtigsten Kriterien zur Bestimmung des richtigen Relais für Ihre Anwendung:

1. Aktuelle Bewertung
Die Nennstromstärke eines Relais bestimmt, wie viel Strom es führen kann, ohne übermäßige Wärmeentwicklung, Beschädigung der Kontakte oder starken Verschleiß zu verursachen. Bei der Ermittlung der erforderlichen Nennstromstärke gilt Folgendes:

•Lastanforderungen
Bestimmen Sie die Art und Größe der Last, die an das Relais angeschlossen werden soll. Zum Beispiel:
Widerstandslasten wie Glühlampen haben einen konstanten Stromfluss. Im Gegensatz dazu weisen induktive Lasten einen hohen Anlaufstrom auf, wie beispielsweise Transformatoren oder Elektromotoren.

• Sicherheitsfaktor
Wählen Sie ein Relais mit einer um mindestens 20 % höheren Strombelastbarkeit als dem maximalen Strom, den die angeschlossene Last aufnimmt. Dies gewährleistet einen sicheren Betrieb und minimiert das Risiko eines vorzeitigen Relaisausfalls. Die Sicherheitsreserve trägt außerdem dazu bei, die thermische Belastung des Relais zu reduzieren und seine Lebensdauer zu verlängern.

2. Nennspannung
Die Spannungsfestigkeit des Relais ist ein weiterer wichtiger Aspekt seiner Leistungsfähigkeit. Relais werden in zwei verschiedene Spannungskategorien eingeteilt:

•Betriebsspannung
Stellen Sie sicher, dass Ihr Relais die an den Lastkreis angelegten Spannungen verkraften kann, einschließlich kurzzeitiger Spannungsspitzen, die bei der Verwendung induktiver Lasten (z. B. Elektromotoren) auftreten können.

• Spulenspannung
Wählen Sie ein Relais, dessen Spulenspannung der Steuerspannung Ihres Steuerkreises entspricht. Wechselstromrelais sind nur in Wechselstromkreisen einsetzbar, Gleichstromrelais nur in Gleichstromkreisen.

•AC- versus DC-Bewertungen
Beachten Sie, dass die Nennspannungen von Relais je nach Betriebsart (Wechsel- oder Gleichstrom) variieren. Relais für Wechselstrom (AC) sind in der Regel für höhere Spannungen ausgelegt als Gleichstromrelais (DC), da der Strom in Wechselstromsystemen zweimal pro Zyklus (oder Halbzyklus) den Wert Null erreicht und somit die Gefahr von Lichtbögen geringer ist. Bei der Arbeit mit Gleichstromrelais ist besondere Vorsicht geboten. Berücksichtigen Sie die spezifischen Anforderungen Ihres Systems, da hier ständig Strom fließt.

3. Kontaktbewertungen

Die Kontaktbelastbarkeit bestimmt, welche elektrische Last (und welche Art von Last) ein Relais steuern kann. Dazu gehören unter anderem:

•Art der Last

Ist die Last ohmsch, induktiv (z. B. Motoren/Magnetspulen) oder kapazitiv? Netze mit induktiven Lasten oder Motorlasten weisen eine hohe Anfangslast auf und benötigen daher Relais mit höheren Kontaktbelastbarkeiten, um den Einschaltstrom aufzunehmen und die Lebensdauer der Relais zu verlängern.

•Kontaktkonfiguration

Es gibt verschiedene Arten von Kontaktanordnungen für Relais. Im Folgenden werden drei gängige Typen beschrieben:

- Nein (Normalerweise geöffnet) Die Kontakte sind im stromlosen Zustand geöffnet und im eingeschalteten Zustand geschlossen. Die meisten Geräte verwenden die Konfiguration „Normalerweise offen“ zeitweise.

- NC (Normalerweise geschlossen) Die Kontakte bleiben geschlossen, solange keine Spannung anliegt; sie öffnen sich beim Anlegen einer Spannung. Viele Sicherheitssysteme und -geräte nutzen dieses Verfahren für Notabschaltungen und ausfallsichere Betriebsabläufe.

- Umstellung (oder Formular C) - Kombination aus NO- (normalerweise offen) und NC-Kontakten (normalerweise geschlossen). Aufgrund ihrer Vielseitigkeit werden sie häufig in komplexen Systemen eingesetzt.

·Lebenserwartung

Die Gesamtzahl der Schaltzyklen (Ein- und Ausschaltvorgänge), die ein Relais verkraftet, ist der entscheidende Faktor für die Auswahl des optimalen Relais für Ihre Anwendung, insbesondere bei vielen sich wiederholenden Zyklen. Wenn das Produkt für eine hohe Zyklenzahl ausgelegt ist, ist die Wahl eines Relais mit langer Lebensdauer, wie z. B. eines Hochleistungs- oder Industrierelais, unerlässlich.

Wie man das richtige Relais auswählt: Wichtige elektrische Kennwerte und Anwendungstipps.png

Weitere Auswahlfaktoren

Bei der Auswahl eines Relais sind zwar Stromstärke, Spannung und Kontaktbelastbarkeit die wichtigsten Parameter, es gibt jedoch weitere Faktoren, die Ihre Auswahl beeinflussen.

Umgebungsbedingungen:

Relais reagieren empfindlich auf ihre Umgebung. Je nach Einsatzzweck müssen Sie den Betriebstemperaturbereich, die Feuchtigkeitstoleranz sowie die Beständigkeit gegenüber Vibrationen, Staub und Chemikalien ermitteln. Für extreme Betriebsbedingungen sind gekapselte Relais die beste Wahl.

Montageart:

Es gibt verschiedene Relaisarten, darunter Leiterplattenrelais, DIN-Schienenrelais, Steckrelais und Einbaurelais. Wählen Sie den für Ihren Anwendungsfall geeigneten Relaistyp, damit er sich leicht installieren und bei Bedarf problemlos bedienen lässt.

Schaltgeschwindigkeit:

Manche Anwendungen, beispielsweise in der Automobilindustrie und in industriellen Prozessen, erfordern ein schnelles Schalten. Achten Sie darauf, dass das von Ihnen gewählte Relais eine Reaktionszeit aufweist, die Ihren Betriebsanforderungen entspricht.

Elektromagnetische Störungen (EMI):

Wenn Ihr Relais an einem Ort mit starken elektromagnetischen Störungen eingesetzt wird, sollten Sie ein Relais mit ausreichender Abschirmung wählen, um Störungen von Ihrem Relais auf nahegelegene Komponenten oder Systeme zu vermeiden.

Häufig gestellte Fragen

Frage 1: Warum ist es wichtig, bei der Verwendung eines Relais einen Sicherheitsspielraum basierend auf der Strombelastbarkeit des Relais einzuplanen?

Durch das Einräumen eines Sicherheitsspielraums (z. B. durch Verwendung eines Relais, das für einen um 20 % höheren Strom ausgelegt ist als benötigt) wird vor Überhitzung und Kontaktbrand des Relais geschützt, was zu einer verlängerten Lebensdauer des Relais und einem zuverlässigen Betrieb führt.

Frage 2: Kann ich eine Wechselstrom-Relaisspule mit einem Gleichstromnetzteil verwenden?

Wechselstrom- und Gleichstromrelaisspulen sind für unterschiedliche Betriebsarten ausgelegt und funktionieren daher nicht korrekt zusammen. Wenn Relaisspule und Stromversorgung nicht aufeinander abgestimmt sind, kann die Relaisspule überhitzen oder ausfallen.

Frage 3: Welche Art von Kontakten benötige ich für die Motorsteuerung?

Induktive Lasten, wie beispielsweise Motoren, erzeugen beim Einschalten einen hohen Einschaltstrom. Bei der Auswahl eines Relais zur Motorsteuerung sollte ein Relais mit normalerweise offenen (NO-)Kontakten und einer Kontaktbelastbarkeit gewählt werden, die den Einschaltstrom des Motors übersteigt.

Frage 4: Welche Montagearten gibt es für Relais?

Zu den verschiedenen Montagearten für Relais gehören:

• Leiterplattenmontage: Hierbei handelt es sich um Relais, die sich für kompakte Bauweisen leicht in Leiterplatten einlöten lassen.

• Offene Ausführung: Diese sind kostengünstig, benötigen aber möglicherweise Schutz vor Staub und Feuchtigkeit.

• Gekapselte Ausführung: Diese können unter rauen Umgebungsbedingungen eingesetzt werden, bei denen das Relais in Gegenwart von Feuchtigkeit, Schmutz und Chemikalien arbeitet.

Frage 5: Worin besteht der Unterschied zwischen elektromechanischen und Halbleiterrelais?

Elektromechanische Relais nutzen bewegliche Teile zum Schalten und Öffnen von Kontakten und eignen sich daher am besten für Anwendungen mit hohen Strömen. Halbleiterrelais arbeiten statisch und sind daher ideal für schnelle, geräuscharme und langlebige Anwendungen, allerdings sind sie in der Regel teurer.

Frage 6: Was kann ich tun, um Schäden am Relais durch Spannungsspitzen zu verhindern?

Spannungsspitzen, insbesondere in induktiven Stromkreisen, können die Relaiskontakte beschädigen. Verwenden Sie Entstörbauelemente wie Snubber-Schaltungen oder Dioden, um die Lebensdauer des Relais zu verlängern.

Abschluss

Bei der Auswahl eines Relais Um das für Ihre Anwendung benötigte Relais auszuwählen, müssen Sie die Strom-, Spannungs- und Kontaktspezifikationen Ihres Gesamtsystems sorgfältig prüfen. Sie müssen Ihre spezifische Anwendung genau verstehen, um die geeigneten Umgebungsbedingungen, die Art der elektrischen Lasten und die Montageanforderungen zu bestimmen. So stellen Sie sicher, dass Sie das richtige Relais auswählen, die Zuverlässigkeit maximieren und Ihre langfristigen Wartungskosten minimieren. Die in diesem Artikel enthaltenen Richtlinien und Informationen helfen Ihnen bei der Auswahl eines passenden Relais. Zusätzlich liefert Ihnen das Datenblatt des Herstellers weitere spezifische Informationen zur Auswahl eines Relais für Ihre Anwendung.