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5 Fehler beim Umgang mit Sicherungen, die Kopfschmerzen verursachen (und wie man sie vermeidet)
11.03.2026
Die falsche Wahl treffen SchutzschalterFehler wie Leitungsschutzschalter (MCB), Fehlerstromschutzschalter (RCBO) oder Fehlerstromschutzschalter (RCD) sind nicht nur lästig, sondern führen zu häufigen unnötigen Einsätzen, defekten Geräten, verärgerten Kunden, teuren Nachbesserungen und sogar Sicherheitsrisiken. Wenn es schnell gehen muss, greift man leicht zu dem, was gerade im Fahrzeug ist, oder bestellt die gleiche Stromstärke wie zuvor. Doch diese schnelle Lösung rächt sich fast immer. Wir haben mit Hunderten von Elektrikern und Wartungstechnikern gesprochen, um die fünf häufigsten Fehler zu ermitteln – und einfache Wege aufzuzeigen, wie man es gleich beim ersten Mal richtig macht. Kein Fachjargon, keine unnötigen Komplikationen – nur praktische Tipps, die Ihnen Zeit, Geld und Ärger ersparen.
Fehler Nr. 1: Nur die Amperezahl, nicht aber der Lasttyp wird angepasst
Der größte Fehler, den wir beobachten? Bei der Auswahl eines Schutzschalters wird nur auf die Stromstärke (Ampere) geachtet, anstatt auf die Art des zu schützenden Geräts. Das führt zu ständigen Auslösungen und unnötiger Fehlersuche.
Die Szene
Sie schließen einen 15-kW-Drehstrommotor für eine Pumpe an. Sie berechnen den Betriebsstrom, besorgen sich einen 32-A-Leistungsschalter und installieren eine Standard-Typ-C-Steckdose – genau wie bei Lampen. Doch jedes Mal, wenn der Motor anläuft, löst der Leistungsschalter aus, obwohl die Verkabelung einwandfrei ist.
Das Problem
Motoren, Kompressoren und Pumpen benötigen beim Anlaufen einen hohen Anlaufstrom, der das 5- bis 7-Fache ihres normalen Betriebsstroms beträgt. Ein Leitungsschutzschalter des Typs C, der für Lampen und Kleingeräte (die keinen solchen Anlaufstrom aufweisen) ausgelegt ist, interpretiert diesen Stromstoß fälschlicherweise als Fehler und löst ohne Grund aus. So verschwendet man Stunden mit der Überprüfung von Leitungen, die eigentlich in Ordnung sind.
Die Lösung
Passen Sie die Auslösekurve des Schutzschalters an das an, was Sie anschließen. Es ist einfacher, als es sich anhört:
- Lampen, Heizgeräte oder Kleingeräte? Dann bleiben Sie bei Typ C – diese Sicherungen bewältigen Dauerlasten ohne auszulösen.
- Motoren, Kompressoren oder Pumpen? Greifen Sie zu Typ D oder K. Diese sind so konstruiert, dass sie den Anlaufstrom ohne unnötige Abschaltungen bewältigen. Eine gute Faustregel: Bei Motoren ist Typ D die beste Wahl.
Fehler Nr. 2: Verwendung eines Standard-FI-Schutzschalters für moderne Elektronik
Ladegeräte für Elektrofahrzeuge, Frequenzumrichter und Solarwechselrichter sind heute allgegenwärtig – aber die Verwendung eines Standard-Ladegeräts ist nicht immer einfach. RCD Damit ist ein Rezept für ständige Reisen gegeben.
Die Szene
Sie installieren eine neue Ladestation für Elektrofahrzeuge oder einen Solarwechselrichter, montieren einen fachgerechten FI-Schutzschalter (Typ AC oder Typ A), und trotzdem löst er ständig aus. Sie überprüfen die Verkabelung immer wieder, aber finden keinen Fehler. Sie sind frustriert, und Ihr Kunde auch.
Das Problem
Moderne Geräte mit Wechselrichtern erzeugen einen gleichmäßigen Gleichstrom-Ableitstrom. Standard-FI-Schutzschalter vom Typ AC erkennen jedoch nur Wechselstrom-Ableitströme, und FI-Schutzschalter vom Typ A können den von diesen Geräten erzeugten kontinuierlichen Gleichstrom-Ableitstrom nicht abfangen. Das bedeutet entweder ständige Fehlauslösungen oder unzuverlässige Sicherheit – beides ist unerwünscht.
Die Lösung
Für Ladegeräte für Elektrofahrzeuge, Frequenzumrichter, Solarwechselrichter oder andere wechselrichterbasierte Geräte verwenden Sie einen Fehlerstromschutzschalter (FI-Schalter) vom Typ B oder F. Typ F eignet sich für die meisten privaten und kleineren gewerblichen Installationen (z. B. für Ladegeräte für Elektrofahrzeuge), während Typ B besser für industrielle Hochleistungsgeräte (z. B. große Frequenzumrichter) geeignet ist. Lesen Sie immer die Bedienungsanleitung des Geräts – dies ist das häufigste Kompatibilitätsproblem, das wir feststellen.
Fehler Nr. 3: Sparen an der Bremskapazität (kA)
Das Abschaltvermögen (kA) gibt an, wie viel Fehlerstrom ein Leistungsschalter sicher unterbrechen kann. Hier zu sparen, um ein paar Euro zu sparen, kann gefährlich sein.
Die Szene
Sie arbeiten an einem kleinen Gewerbeprojekt mit einem kleinen Transformator. Sie denken: „Ein 6-kA-Leistungsschalter sollte ausreichen“ – und entscheiden sich daher für die günstigere Variante.
Das Problem
Tritt ein Kurzschluss auf und überschreitet der Fehlerstrom die Nennstromstärke des Leistungsschalters (kA), kann dieser explodieren. Der Stromfluss wird nicht unterbrochen, was zu Bränden, Geräteschäden oder Schlimmerem führen kann. Selbst wenn der Fehlerstrom knapp unter der Nennstromstärke liegt, kann der Leistungsschalter nicht ordnungsgemäß funktionieren und weitere Probleme verursachen.
Die Lösung
Im Zweifelsfall lieber höher einstufen. Das ist eine günstige Versicherung: Verwenden Sie mindestens 25 kA für die Hauptsicherung. Verteilerkastens (sie können höhere Ströme verarbeiten) und 10 kA oder mehr für Abzweigstromkreise. Die Mehrkosten sind im Vergleich zum Aufwand eines Rückrufs oder eines Sicherheitsvorfalls vernachlässigbar.
Fehler Nr. 4: Die Hitze vergessen
Schutzschalter sind für einen Betriebstemperaturbereich von 40 °C (104 °F) ausgelegt. Werden sie an einem heißen Ort installiert, lösen sie unkontrolliert aus und verschleißen schneller.
Die Szene
Sie haben einen Sicherungskasten in einem Dachzimmer, neben einer Heizungsanlage oder in einem kleinen, schlecht belüfteten Kasten installiert. An heißen Tagen lösen die Sicherungen grundlos aus – selbst bei normaler Last. Sie finden keinen Fehler, und Ihr Kunde ist unzufrieden.
Das Problem
Hitze verringert die Leistungsfähigkeit eines Leistungsschalters. 40-A-Leistungsschalter In einem 50 °C warmen Raum (122 °F) kann ein Stromkreis nur dauerhaft mit 35 A beaufschlagt werden. Dies führt zu Überhitzung, vorzeitigem Verschleiß und unvorhergesehenen Auslösungen.
Die Lösung
In heißen Bereichen sollte der Sicherungsautomat größer dimensioniert werden (z. B. 50 A statt 40 A). Alternativ kann für ausreichende Belüftung des Verteilerkastens gesorgt werden – beispielsweise durch den Einbau von Lüftern oder Lüftungsschlitzen. Vermeiden Sie zu viele Sicherungsautomaten auf engem Raum, da dies zu Wärmestau führt. Für besonders heiße Bereiche sollten Sicherungsautomaten mit höherer Temperaturbeständigkeit (bis zu 60 °C) verwendet werden.
Fehler Nr. 5: Unterschiedliche Sicherungsmarken im selben Stromkreis verwenden
Der Einbau eines neuen Leistungsschalters einer anderen Marke in einen alten Verteilerkasten kann bei einer Störung zu großflächigen Stromausfällen führen.
Die Szene
Sie fügen einem alten Verteilerkasten einen neuen Stromkreis hinzu und verwenden dafür einen Leitungsschutzschalter einer anderen Marke als den Hauptleitungsschutzschalter. Es tritt ein Fehler auf, und sowohl der neue Leitungsschutzschalter als auch der Hauptleitungsschutzschalter fallen aus. Hauptschalter Auslösung – Abschalten der Stromversorgung des gesamten Bereichs anstatt nur des fehlerhaften Stromkreises.
Das Problem
Verschiedene Marken (oder sogar verschiedene Serien derselben Marke) weisen leicht unterschiedliche Auslösekennlinien auf. Sie sind nicht optimal aufeinander abgestimmt – das heißt, der dem Fehlerort nächstgelegene Schutzschalter löst nicht automatisch aus. Stattdessen lösen mehrere Schutzschalter aus, was zu unnötigen Stromausfällen führt und die Fehlersuche erschwert.
Die Lösung
Verwenden Sie für einen einzelnen Stromkreis ausschließlich Sicherungen derselben Marke und Serie. Ist dies nicht möglich (z. B. weil die ursprüngliche Marke nicht mehr hergestellt wird), achten Sie darauf, dass der vorgelagerte Leitungsschutzschalter (näher am Hauptverteiler) eine deutlich höhere Nennleistung und eine flachere Auslösekennlinie aufweist. Prüfen Sie nach Möglichkeit die Tabellen des Herstellers – das erspart Ihnen spätere Probleme.
Kurze Checkliste vor Ihrer Bestellung
Sind Sie sich nicht sicher, ob Sie einen Fehler machen? Führen Sie diese kurzen Überprüfungen durch:
- Was möchte ich mit Strom versorgen? (Beleuchtung? Motor? Ladegerät für Elektrofahrzeuge?) Davon hängt die Art des Sicherungsautomaten ab.
- Habe ich Anlaufstrom und Wärmeentwicklung berücksichtigt? Motoren benötigen stärkere Sicherungen; Hotspots erfordern größere Sicherungen oder eine bessere Belüftung.
- Ist ein Fehlerstromschutzschalter (FI-Schalter) erforderlich? Falls das Gerät über einen Wechselrichter verfügt, verwenden Sie Typ B oder F (nicht Standard-AC/A).
- Ist die kA-Nennleistung hoch genug? Wählen Sie im Zweifelsfall eine höhere (25 kA für Hauptverteiler, 10 kA+ für Abzweigverteiler).
- Erweitere ich ein bestehendes Panel? Um Koordinationsprobleme zu vermeiden, sollten Sie sich auf eine Marke/Serie beschränken.
Noch unsicher? Wir helfen Ihnen gerne.
Bei realen Projekten gibt es immer wieder Überraschungen – alte Schaltschränke, ungewöhnliche Geräte, spezielle Lasten. Fragen sind völlig in Ordnung. Wenn Sie bei der Auswahl eines Leitungsschutzschalters, MCB, RCBO oder RCD unsicher sind oder eine zweite Meinung einholen möchten, helfen wir Ihnen gerne weiter.
Unser Team hat im Laufe der Jahre jeden Fehler auf dieser Liste (und noch weitere) gesehen. Wir bieten hochwertige, zertifizierte Schutzschalter für Industrie, Gewerbe und Privatkunden. Ob Sie Produktinformationen, Preise oder fachkundige Beratung benötigen – wir sorgen dafür, dass Sie den richtigen Schutzschalter erhalten – ohne Fehlauslösungen, ohne Sicherheitsrisiken, ohne Nachbesserungen.
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